Pendlerprobleme nachhaltig lösen

Die Jungen Liberalen Nordberlin (JuLis Nordberlin) fordern in Zusammenarbeit mit den Jungen Liberalen Barnim (JuLis Barnim) umfangreiche Reformen zur Lösung der Pendlerproblematik im Norden Berlins. Dazu gehören:

1. Die Ausweitung der Tarifzone B bis zu den S-Bahnhof-Endbahnhöfen.
2. Die Erhöhung der Taktung der S-Bahn Linien 1 und 2, um mehr Menschen in weniger Zeit zwischen Brandenburg und Berlin zu befördern. Insbesondere eine offizielle Evaluierung der Verkehrsbetriebe zur Möglichkeit auch eingleisige Bahnabschnitte höher zu frequentieren.
3. Der Ausbau der Parkplätze um S- und U-Bahnhöfe. Der Fokus sollte hier sowohl auf regulären, als auch auf sog. Park&Ride-Parkplätzen liegen. Hierbei sollen die Bahnhöfe in der jetzigen Tarifzone C im Mittelpunkt stehen.
4. Neben dem Ausbau von Parkplätzen für Pkw auch der Ausbau von Fahrradparkplätzen im Bereich von S- und U-Bahnhöfen.
5. Die Planung und Durchsetzung weiterer Express-Pendelbusse, wie bspw. zwischen Glienicke und Frohnau, welche mit einer regelmäßigen Taktung die Einfahrt mit dem Bus in die Vororte attraktiv machen und der schwierigen Parkplatzsituation entgegenwirken soll.
6. Die Instandhaltung und Verbesserung der bestehenden Verkehrsinfrastruktur.

Gleichzeitig muss die Pendlerproblematik zunehmend als gesamtheitliches Problem zwischen Mobilität, moderner Arbeitswelt und zukunftsorientierter Wohnungsbaupolitik verstanden werden. Ursachen können in Zukunft nicht nur isoliert von einem infrastrukturellen Standpunkt aus betrachtet werden. Entsprechend müssen auch Lösungskonzepte ganzheitliche Ansätze verfolgen. Folglich sind über die genannten Punkte hinaus langfristig folgende Ansatzpunkte zu verfolgen:

7. Die Akzeptanz von Home Office und Gleitzeiten zu fördern, damit große Menschenströme nicht zur selben Zeit in die Innenstadt und am Abend gleichzeitig wieder heraus fahren.
8. Die Umsetzung der von den JuLis Berlin beschlossenen Anträge zur liberalen Wohnungsbaupolitik, insbesondere des Antrags „Build up Berlin“. Hierzu gehören insbesondere die Entschlackung der bürokratisch überlasteten Verfahren und Behörden, Überprüfung der Notwendigkeit bauordnungs- und baunebenrechtlicher Anforderungen, weitere Anreizschaffung für Investoren, steuerliche Vergünstigung von Bauvorhaben sowie eine Objekt- statt Subjektförderung.
9. Förderung des Ausbaus moderner Mobilitätsangebot wie Car-, Bike- und Ride-Sharing, insbesondere in den Außenbezirken, um insbesondere die „letzte Meile“ zu überbrücken und das Spektrum von Mobilitätsangeboten zu erhöhen und vorhandene Ressourcen sowie zu Verfügung stehenden Raum effizienter zu nutzen.